Kurhaus
Installation proposalBasel, 2024
Für die Zeit der Architekturwoche verwandelt sich das Reservoir in ein Kurhaus- ein Ort der Ruhe und Kommunalität. Unser Vorschlag dreht sich um vier Rituale, um inne zu halten - baden, meditieren, essen und schlafen - die sich gegenseitig ermöglichen und bedingen. Die räumlichen Gegebenheiten des Gebäudes erwecken das Bild einer Herberge, oder suggerieren gar die Typologie eines Klosters. Die Rückhaltebecken im Untergeschoss erinnern an Thermalbäder, der durchstossende Hof an eine Kapelle, in den Abgrenzungen der Parkplätzen erkennen wir die privaten Zellen der Mönche und auf dem Dach einen gemeinschaftlichen Speisesaal. Angelehnt an die Idee eines Kuraufenthalts, welcher zwischen individueller Rückzugsmöglichkeit und gemeinschaftlichem Austausch balanciert, soll das Reservoir eine Woche lang Gäst*innen aufnehmen und ihnen die Möglichkeit geben, für je einen Tag ihrem Alltag zu entfliehen. Unsere Eingriffe beschränken sich dabei auf Programmation, Zugänglichkeit und Wärme - die räumlichen Qualitäten sind schon vorhanden und müssen nur bespielt werden. Die parkierten Autos werden stille Zuseher, die Tauchschule nimmt weiter-hin ihren Gang. Das Gebäude erhält eine neue Bedeutung als Ort der Gleichzeitigkeit. Die bestehenden und neuen Nutzungen schliessen sich nicht aus, sondern ermöglichen einen Perspektivwechsel auf den Wert von bestehender Bausubstanz, auf die Nutzungsstruktur unserer Stadt und nicht zuletzt auf unser Verständnis von individuellen und gemeinschaftlichen Raumbedarf.